| Am 19. November 1858, dem Tag der heiligen Elisabeth, wird das Diakonissenhaus Elisabethenstift in Gegenwart der Großherzoglichen Familie feierlich eingeweiht. Ausgelöst durch die Erweckungsbewegung entstanden in jener Zeit an vielen Orten evangelische Diakonissenhäuser. Die Anregung zu der Gründung eines solchen Hauses in Darmstadt hatte Hofprediger Ferdinand Bender gegeben. Ermöglicht wurde die Gründung schließlich durch eine Stiftung von 10.000 Talern der Prinzessin Carl von Hessen, geborene Elisabeth von Preußen. Mit diesem Geld konnte das damals noch vor den Toren der Stadt liegende Gelände gekauft und die Bauplanung begonnen werden. Das erste Haus an der Erbacher Straße war Mutterhaus der Schwestern und zugleich Krankenhaus. Nur wenige Tage nach der feierlichen Einweihung begann die Arbeit im Krankenhaus: Die erste Patientin kam am 2. Dezember 1858 ins Haus. | |  |
Das Krankenhaus wird an der Ostseite um ein Frauen- und Kinderkrankenhaus erweitert. Heute wird dieser Gebäudeteil durch die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie genutzt.
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| Das Krankenhaus erhält einen Westflügel, in dem Stationen für Männer und eine Siechenstation eingerichtet werden. | |  |
| Die Ausbildung der Diakonissen in der Krankenpflege war seit der Gründung eine der Hauptaufgaben des Elisabethenstifts. Im Jahr 1909 erhält die Krankenpflegeschule schließlich die staatliche Anerkennung. | |  |
| Der Neubau der Chirurgischen Klinik an der Landgraf-Georg-Straße wird eingeweiht. Heute steht dieses Gebäude unter Denkmalschutz und wird als Ärztehaus durch niedergelassene Ärzte und Kooperationspartner des Krankenhauses genutzt. | |  |
| Der Widerstand der Leitung des Elisabethenstifts und der Diakonissen wird am Eingang zum Mutterhaus mit folgenden Worten dokumentiert: Widerstand im Elisabethenstift Trotz Amtsenthebungen, Ausweisungen aus Hessen und anderen Willkürmaßnahmen gelang es Leitung und Schwestern des Diakonissenhauses Elisabethenstift Darmstadt, nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten die Übernahme pflegerischer und pädagogischer Einrichtungen durch die NS-Machthaber 1939 abzuwehren. | | |
| Bei dem schweren Bombenangriff auf Darmstadt in der Nacht vom 11./12. September werden die meisten Gebäude zerstört. Trotzdem wurde das Elisabethenstift zur Zuflucht für die Bevölkerung. Über Wochen hinweg wurden bis zu 3.000 Menschen täglich mit Essen versorgt. | |  |
| Nach Errichtung eines Neubaus für die Medizinische Klinik an der Landgraf-Georg-Straße wird als dritte klinische Disziplin des Krankenhauses die Psychiatrische Klinik eröffnet. Das Krankenhaus verfügt nun über 387 Betten. | | |
| Zum 1. Januar wird aus dem „Elisabethenstift Darmstadt, Kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts“, das Krankenhaus und die Krankenpflegeschule ausgegliedert und als gemeinnützige GmbH mit dem Namen „Evangelisches Krankenhaus Elisabethenstift“ weitergeführt. Die Gesellschafter der GmbH sind das Elisabethenstift Darmstadt und der Evangelische Gemeinde- und Dekanatsverband Darmstadt. | | |
| Am 2. August wird in einem Neubau an der Erbacher Straße/Ecke Beckstraße die Klinik für Geriatrie in Betrieb genommen. Das Krankenhaus verfügt nun über 412 Betten. | |  |
| Am 26. Juni wird die Agaplesion gAG gegründet, ein Verbund von diakonischen Krankenhäusern und Altenpflegeheimen. Die Agaplesion gAG wird Mehrheitsgesellschafter am Evang. Krankenhaus Elisabethenstift. Nach mehrjährigen Vorplanungen beginnt nun die Aufstockung des 1979 errichteten Hauptgebäudes um zwei Ebenen. | | |
| Das Krankenhaus wird erstmalig erfolgreich nach KTQ zertifiziert. | | |
| Nach umfangreichen Baumaßnahmen werden im Haupthaus vollständig neue Stationen für den somatischen Bereich eröffnet. Daneben bezieht die Klinik für Geriatrie sowie später auch die Geriatrische Tagesklinik neue Räumlichkeiten im Hauptgebäude. Außerdem wird − ergänzend zur Notaufnahme − der Bereich für die Aufnahme von einbestellten Patienten − die Zentrale Aufnahme (heute: Patientenmanagement) − im Foyer des Krankenhauses in Betrieb genommen. Im Jahr 2005 wird das Diakonieseminar Agaplesion für Pflegeberufe von mehreren Gesellschaftern, u. a. vom Evangelischen Krankenhaus Elisabethenstift, gegründet. Das Diakonieseminar bietet eine diakonisch geprägte Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege an. Seitdem werden 120 Auszubildende zukunftsorientiert auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen vorbereitet. | |  |
| Umbau und Erneuerung des OP-Bereichs, so dass den aktuellen Anfordeungen entsprochen wird. | | |
| Es erfolgte die Rezertifizierung nach KTQ, d. h. die Qualität der Patientenversorgung wird erneut von externen Fachkräften bestätigt. | | |
| Feierliche Eröffnung des in den letzten Jahren neu aufgebauten Palliativbereichs.
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