Die Behandlung von Erkrankungen des Bauchraums steht im Mittelpunkt der Arbeit der Klinik. In interdisziplinärer Zusammenarbeit im „Gastro-Zentrum“ des Hauses erfahren die Patientinnen und Patienten eine Behandlungsqualität, die sich insbesondere durch gemeinsame interdisziplinäre Visiten und Fallbesprechungen auszeichnet. In einem üblicherweise noch fachlich getrennten Klinikbereich ist diese Qualität nicht realisierbar. Der Häufigkeit nach werden operative Eingriffe an der Gallenblase, am Dick- und Dünndarm, am Magen, an der Leber und an der Bauchspeicheldrüse, am Blinddarm und am Enddarm sowie anderen Bauchorganen durchgeführt. Seit zehn Jahren wird ein immer größer werdender Anteil der Baucheingriffe minimal-invasiv operiert. Fast alle Gallenblasenleiden, gut- und bösartige Dickdarmerkrankungen, Zwerchfellbrüche mit Speiseröhrenentzündungen, Verwachsungen im Bauchraum werden heute minimal-invasiv operiert. Wir achten jedoch sehr darauf, dass die Kunst, diese Erkrankungen auch konventionell – sprich mit großem Bauchschnitt – zu behandeln, nicht verloren geht, da bei komplizierten Verhältnissen im Bauchraum die minimal-invasive Methode an ihre Grenzen stößt.
Die Behandlung der Dick- und Enddarmtumoren Die Ergebnisse bei Enddarmtumoren konnte mit der Einführung neuer Operationsverfahren in den letzten Jahren weiter verbessert werden. Auch am AGAPLESION ELISABETHENSTIFT werden diese Operationstechniken eingesetzt. Eine weitere Verbesserung der Ergebnisse kann möglicherweise durch multimodale Therapiekonzepte erreicht werden. Multimodal bedeutet, dass verschiedene Therapieverfahren wie z. B. die Chemotherapie und Strahlenbehandlung in Kombination mit der Operation eingesetzt werden. Diese multimodale Therapie beinhaltet eine fachübergreifende Behandlung des Patienten. Bei diesen Patienten erfolgt die Chemotherapie in Kooperation mit niedergelassenen Onkologen (Onkologische Gemeinschaftspraxis Dr. Kojouharoff/Dingeldein) sowie dem Institut für Strahlentherapie des Klinikums Darmstadt (Direktor: Prof. Dr. Kober). Abhängig von den Untersuchungs- oder Operationsergebnissen stellen wir Patienten mit großen Tumoren oder mit suspekten Lymphknoten schon vor oder auch nach der Operation beim Strahlentherapeuten oder Onkologen vor. Ziel ist es durch diese multimodalen Therapieansätze die Ergebnisse bei allen Tumoren des Bauchraumes, insbesondere bei den Dick- und Enddarmtumoren weiter zu verbessern. Zur Objektivierung der eigenen Ergebnisse werden alle behandelnden Patienten in eine externe Qualitätssicherungsstudie, die unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie durchgeführt wird, eingebracht. |